Reise nach Belgien 2012

Disclaimer:

Diese Text und Fotos beschreiben die Reise nach Belgien von drei Münchner Méthode Natuelle Athleten im September 2012. Warum nach Belgien? Weil es dort wie in kaum anderen Land der Welt noch Nachfolger von Georges Hébert gibt, die seine Philosophie weiterleben. So eine Reise empfehlen wir jedem, der sich für Méthode Naturelle interessiert.

Es ist das eine, die Bücher von Hébert zu lesen und die Bilder oder die wenigen Videos von modernen Trainings anzuschauen. Und absolut das andere, live bei einem Training dabei zu sein. Die Intensität und das Tempo des Trainings, die Abwechslung der Techniken, die Wahl der Trainingsorte und die Stimmung kann man weder in einem Buch lesen noch durch ein Video spüren.

Daher ist unser Erzählung mit Fotos und dem Video (kommt ca. Ende Oktober) nur eine kurze Zusammenfassung, die einen Leitfaden für Interessierte bietet. Wir haben versucht, die Obstacles gut zu dokumentieren. Unsere anstrengenden Laufeinheiten, Plateau-Trainings, Partner- und Selbstverteidigungsübungen, viele Wurf- und Trageübungen usw., sind alle hinter den Kulissen geblieben. Auch die Trainings in Asse und Liège waren so zeitlich geplant, dass wir uns komplett auf das Training konzentrieren mussten und nur ein Gruppen- und Locationfoto machen konnten.

Seid euch bitte bewusst und informiert euch ausreichend, am besten durch Teilnahme an einem der Trainings, bevor ihr selbst mit Méthode Naturelle anfängt.

Viel Spaß beim Lesen und Fotos anschauen!


Vorwort

Wir, Nadja Hahn and Johannes Mikulasch, machen seit mehreren Jahren Parkour, und haben im September 2011 eine Reise nach Belgien gemacht, um die Fédération Belge d'Hébertisme (FBH) kennen zu lernen. FBH ist ein großer Hébertisme-Verein mit vielen Zentren und Hébert-Pisten um Brüssel. Damals haben wir an zwei Trainings teilgenommen, einmal am Orientierungslauf und an einem Seniorentraining in Jamioulx. Auchdas Zentrum von Thuin hat uns Christian Beugnier gezeigt. Eigentlich wollten wir uns nur über die Ursprünge von Parkour informieren. Aber die Trainings haben uns so dermaßen gefallen, und wir waren so erstaunt wie fit alle Leute waren, dass wir das eigene Méthode Naturelle Training in München gestartet haben.

Jetzt, ein Jahr später, haben wir uns zusammen mit David Tran, mehr vorgenommen: mehrere Trainings mit FBH in verschiedenen Zentren und eine Trainingseinheit mit einer kleinen Gruppe Roska in Asse, wo das Méthode Naturelle als Sparte in einem Verein angeboten wird. Los ging es am

Montag, 3. September: Hinfahrt mit dem Auto

Nach der Arbeit geht es mit dem Auto los Richtung Belgien. Da die Fahrt 10 Stunden dauern würde, machen wir einen Zwischenstopp mit einer Übernachtung in Heilbronn beim Traceur Felix. Den Münchnern ist Felix bekannt, weil wir viele coole Parkour Trainingssessions mit ihm

während seines Zivildienstes 2010 in München hatten, und auch danachuns immer wieder getroffen haben. Am Abend mit Felix zu chillen, die Reise fängt schon super an!

Dienstag, 4. September: Hinfahrt mit dem Auto nach Brüssel, Training in Asse mit Roska

Nach dem Frühstück fahren wir weiter und kommen nachmittags in unserer ersten Jugendherberge an. Es ist das "Generation Europe" in Brüssel, nur 15 Gehminuten vom Zentrum entfernt. Die Jugendherbergen sind in Belgien allgemein sehr schön und mit geräumlichen Zimmern. Am Abend nehmen wir an einem regulären Training von dem Verein Roska in Asse teil, was circa halbe Stunde Fahrzeit von Brüssel entfernt ist. Es sind ohne uns 10 Sportler am Start. Obwohl das Training nur eine Stunde dauert, 20:00-21:00 Uhr, ist es sehr anspruchsvoll und wir sind am Ende fix und fertig. Zuerst das sehr schnelle Gehen, danach mehrere Runden durch den Park laufen, Plateau-Training, Ballwerfen und andere Übungen, und anschließend ein langer Hindernislauf. Und das alles ohne eine einzige Pause.  Erstaunlich, dass wir doch noch Kraft haben um am späten Abend im Zentrum vom Brüssel spazieren zu gehen.

Mittwoch, 5. September: Fahrt nach Lüttich und Training mit FBH Lüttich

Ordentlich ausgeschlafen, fahren wir weiter nach Lüttich und checken dort in einer noch schöneren Jugendherberge ein, "Georges Simenon".

Am Abend nehmen wir an einem regelmäßigen Training von FBH Lüttich teil, an der Quai de Wallonie. Über 20 Leute sind am Start, es werden zwei Gruppen gebildet, jede hat einen Moniteur, also einen Trainer der die Übungen vorgibt. Das Training dauert eine Stunde, und besteht wieder aus Laufrunden, Plateau-Training, und einem Hindernislauf. Diesmal sind aber die Obstacles nicht extra gebaut, sondern es werden anliegende urbane "Spots" benutzt, wie ihr in den Fotos sehen könnt. Danach kommen wieder Partner-Übungen, Spiele und das Auslaufen. In den zwei Tagen haben wir unglaublich viel Neues gelernt. Am Abend dann chillen beim belgischen Bier an der stilvollen Hostelbar.

Donnerstag, 6. September: Training in Waterloo mit FBH, Schlachtfeld von Waterloo + Baden in der Nordsee

Da es die erste Woche nach den Ferien ist, findet das regelmäßige Damentraining in Waterloo nicht statt. Aber wir sind herzlich zu einem persönlichen Training mit Bernard Catala eingeladen, der sich viel Zeit für uns nimmt und auch viele einzelne Techniken erklärt, sowohl für das Plateau-Training, als auch an den Obstacles. Nach einem kulturellen Abstecher am Schlachtfeld von Waterloo geht es 200 km weiter um am Nordsee Strand von Oostende zu baden und entspannen.

Freitag, 7. September: Marche-en-Famenne mit FBH + Training im Schwimmbad

Wieder ein persönliches Training, diesmal mit Jean Delandtsherr, der sich den ganzen Tag frei für uns nimmt. In Marche-en-Famenne zeigt uns Jean die Obstacles, aber auch die Höhlen, Felsen und Wälder. Wieder bekommen wir viele Tipps zu Techniken und dem Training allgemein. Beim gemeinsamen Mittagessen im Lunch Garden reden wir auch über die Theorie und tauschen uns über die Schriften von Hébert aus. Anschließen haben wir noch mit Jean eine Übungseinheit in einem Schwimmbad in Rotheux. Danach geht es nach Esneux, wo wir bei der super netten Familie von Eric, dem Mitglied von FBH, und seiner Frau Muriel übernachten dürfen. Es war ein wunderschöner Abend mit der Entspannung im Garten, belgischem Bier, leckerem Grillfleisch, und spannender Unterhaltung bei dem Abendessen.

 

Samstag, 8. September: Training in Esneux mit FBH, Rückfahrt

Zum Training in Esneux kommen über 20 Teilnehmer, es werden zwei Gruppen gebildet, eine für junge Leute, geleitet von Aurore Compère. Und die andere für die ältere, geleitet von ihrem Vater Philipp Compère. Die Obstacles in Esneux sind alle neu und einfach traumhaft!

Danach lädt Eric alle zu sich nach Hause ein, um bei dem von uns mitgebrachten Augustinerbier zu entspannen und über das Training zu reden. Übrigens konnten fast alle Leute die wir auf der Reise begegnet haben entweder Deutsch oder Englisch, sodass wir auch ohne unsere Französischkenntnisse gut ausgekommen wären. Noch Bier und Schokolade einkaufen, und dann geht es schon wieder Richtung München.

Wir bedanken uns nochmal bei allen den Leuten, die diese Reise ermöglicht haben!

Das nächste Jahr wieder!

 

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